Dialog: Zeit zum Friedenstifen

Chronologie Veranstaltungen und Ereignisse

(ein Klick führt Sie zur jeweiligen Veranstaltung)

Wir - und unsere Muslime (Heinz NUSSBAUMER im Gespräch mit Susanne HEINE)

(13. Jänner 2016) -

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Koran trifft Bibel (mit Senad KUSUR und Susanne HEINE)

(19. November 2015) Christentum und Islam sind zwei verschiedene und zugleich miteinander verwandte Weltreligionen. Ihre Urkunden des Glaubens, Koran und Bibel ....

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Eine Veranstaltung der Plattform am 19.11.2015 Otto-Mauer-Zentrum

Dazu ein Text zur Reflexion: Über die Möglichkeit der Auslegung von Koran und Bibel

Christentum und Islam sind zwei verschiedene und zugleich miteinander verwandte Weltreligionen. Ihre Urkunden des Glaubens, Koran und Bibel, enthalten gemeinsame Überlieferungen, nur in diesen beiden Religionen spielt Jesus eine große, freilich unterschiedliche Rolle. Denn die Urkunden des Glaubens sind einer jeweils anderen Mitte zugeordnet, die auf unterschiedliche Offenbarungen zurückgeht. Im Gespräch zwischen einem muslimischen Theologen und einer christlichen Theologin will der Abend Entstehungsbedingungen und Bedeutung von Koran und Bibel für die jeweilige Glaubensgemeinschaft vorstellen und diskutieren.

Senad Kusur ist muslimsicher Theologe aus Sarajevo, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Islamische Studien, Universität Wien, und derzeit Imam in Tulln.

Susanne Heine ist evangelische Theologin und seit Jahren im Dialog zwischen Christen und Muslimen engagiert.

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"Muslimin sein" 25 Fragen - 25 Orientierungen (Buchpräsentation)

Tyrolia, 2015(12. Mai 2015) - Ein Buch, das wertvolle Denkanstöße für ein besseres Zusammenleben mit Musliminnen im deutschsprachigen Raum liefert.
Moderation: Brigitte Krautgartner, ORF Religionsabteilung Hörfunk Dialog: Susanne Heine, evangelische Theologin, Plattform Christen und Muslime Carla Amina Baghajati

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"Muslimin sein"
25 Fragen - 25 Orientierungen

Autorin: Amina Baghajati

eine Buchpräsentation

 Tyrolia, 2015

Dienstag, 12. Mai 2015

18:30 Uhr

Altes Rathaus

1, Wipplinger Str. 6-8

Brigitte Krautgartner (Moderation), Carla Amina BAGHAJATI (Autorin), 
Brunhilde Steger (Tyrolia)

Großes Interesse für Buchpräsentation und Gespräch im Festsaal des Alten Rathauses in Wien

Über 150 Gäste, unter ihnen zahlreiche Christen und Muslime, kamen zur Präsentation des ersten Buches von Carla Amina Baghajati. Unter dem Titel "Muslimin sein. 25 Fragen, 25 Orientierungen" gab die Autorin eine Orientierung zu 25 Fragen. Es waren keine trockenen Theorien, sondern Geschichte(n) aus der gelebten Praxis. Das Buch ist gleichermaßen Orientierung für die "muslimische Insiderin", als auch für den interessierten "außenstehenden Christen". Die anschließenden Publikumsfragen zeigten auf, wie notwendig dieses Buch ist. Es sollte in der Bibliothek jedes Dialoginteressierten einen Platz finden.

Wie die Autorin betonten auch alle anderen - die Moderatorin Brigitte Krautgartner, Susanne Heine von der „Plattform Christen und Muslime“, sowie Brunhilde Steger (Verlag Tyrolia) - dass der Islam eine lebendige Religion ist. So geht es nicht um starre Regeln, was es heißt muslimische Frau zu sein, sondern das Leben wird immer wieder aufs Neue im Licht des Korans reflektiert.

Begegnungen mit der Religion und Kultur des Nächsten sind es, die selbst aus Feinden Freunde machen können.  Die Fragen aus dem Publikum sorgten für viel Spannung. Wollen Sie mehr wissen – dann in die nächste Buchhandlung und das Buch "Muslimin sein" kaufen, lesen und einander etwas besser verstehen.

(Bilder: Susanne Alam El Din)

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Begegnung des Vorstandes mit Bundespräsident Dr. Heinz Fischer

Begegnugn

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Christen und Muslime im Gespräch (Buchpräsentation)

(18. November 2014) - Eine Verständigung über Kernthemen der Theologie

Religionen beeinflußen Denkweisen, Haltungen und Handlungen mit politischen Folgen. Deshalb müssen Missverständnisse ausgeräumt werden, damit durch gegenseitiges Verständnis ein respektvoller Umgang gelingt.

 

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Christen und Muslime im Gespräch
Eine Verständigung über Kernthemen der Theologie

eine Buchpräsentation

 

Di 18. November 2014/ 19:00 Uhr

Otto-Mauer-Zentrum

Religionen beeinflussen Denkweisen, Haltungen und Handlungen mit politischen Folgen.
Deshalb müssen Missverständnisse ausgeräumt werden, damit durch gegenseitiges Verständnis ein respektvoller Umgang gelingt.
Nach fünf Jahren des Gesprächs und der Redaktionsarbeit erscheint diese umfassende Darstellung von Übereinstimmungen und Differenzen zwischen christlicher und islamischer Theologie. Das international angelegt Projekt wurde von Susanne Heine, Professorin an der Wiener Evangelischen-Theologischen Fakultät. gestartet. Herausgeber sind zwei christliche und zwei muslimische Theologen.

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Ist Dialog sinnlos geworden?

(30. Oktober 2014) - Religiöser Extremismus greift um sich - Ist Dialog sinnlos geworden?
Auf dem Podium: Dr. Michael Bünker, Mag. Zeynep Elibol, Gernot Galib Stanfel, Dr. Aloisia Wörgetter

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Die blutigen Auseinandersetzungen in der islamischen Welt des Nahen Ostens beschädigen auch in Europa die Toleranz zwischen den Religionen. Nun scheinen diejenigen recht zu bekommen, die schon immer dem Dialog zwischen Christen und Muslimen keine Wirkung zugetraut haben. Sie übersehen aber, dass die überwiegende Mehrzahl christlicher wie muslimischer Bürger und Bürgerinnen für ein friedliches Zusammenleben eintritt. Dafür ist ein unermüdliches Gespräch unerlässlich, dessen Wirkung nicht an den schnellen „Erfolgen“ der Extremisten zu messen, aber imstande ist, langfristig das Bewusstsein für gegenseitigen Respekt zu stärken.

Auf dem Podium:
Dr. Michael Bünker, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Österreich
Mag. Zeynep Elibol, Leiterin der „Berufsorientierte Islamische Fachschule für Soziale Bildung"
Michael Fleischhacker (angefragt), früher „Presse“-Chefredakteur, derzeit im Projektteam zur Ausweitung des Angebots der „Neue Zürcher Zeitung“ für Österreich.
Gernot Galib Stanfel, Musiktherapeut mit eigener Praxis und Unterricht an der IRPA, Obmann des Wiener Islamischen Instituts für Erwachsenenbildung, Kulturreferent der Islamischen Religionsgemeinde St. Pölten
Dr. Aloisia Wörgetter, früher österreichische Botschafterin in Algier, derzeit Leiterin der Task Force „Dialog der Kulturen“ des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres

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Muslime und Muslimas im Stress der Integration mit Paul M. Zulehner

(7. Oktober 2013) - Untersuchungen haben gezeigt, dass Muslime in Österreich je nach ihrer Herkunft ganz unterschiedliche Prozesse der Integration durchlaufen.

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Religion ist für sie eine Teil der Heimat. Von der Vorstellung, muslimische
Migranten seien ein einheitlicher Block, muss Abschied genommen werden. Darüber
wird  mit Jugendlichen und Politikern diskutiert.

Paul M. Zulehner ist emeritierter Professor für Pastoraltheologie an der
Katholischen Fakultät der Universität Wien und Experte auf dem Gebiet
religionssoziologischer Forschung.


Ort: Österreichischer Ingenieur- und Architekten-Verein, 1010
Wien, Eschenbachgasse 9

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"Demokratie und Integration" - Jour fixe

(11. März 2009) - Andreas KHOL (ehem. Nationalratspräsident) und Tarafa Baghajati (Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen) im Gespräch über mangelndes Wissen über Muslime, Medien, Demokratie, Grundwertesockel. Gleichberechtigung, ....

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Khol kritisierte mangelndes Wissen über den Islam und forderte mehr gesellschaftlichen Respekt für alle Religionen: "Wenn die Halbmonde fallen, dann fallen irgendwann auch die Kreuze"

Wien, 12.3.09 (KAP) "Demokratie und Integration" war am Mittwochabend im Wiener Otto-Mauer-Zentrum das Zentralthema beim "Jour fixe" der Plattform "Christen und Muslime". Der frühere Nationalratspräsdident Andreas Khol und Tarafa Baghajati von der "Initiative muslimischer Österreicher" kreuzten zum Thema die Klingen. Khol kritisierte das mangelnde Wissen über die Muslime und richtete seine Kritik ganz generell an die Österreicher wie auch an die Medien im Speziellen. Die Muslime seien eine große Religionsgemeinschaft in Wien und Österreich und würden trotzdem "links oder rechts liegen gelassen", so Khol. Auch der Vielfalt der Muslime werde man nicht gerecht.

Khol wies auch auf die vieldiskutierte Studie "Islamischer Religionsunterricht zwischen Integration und Parallelgesellschaft" des Soziologen Mouhanad Khorchide hin, wodurch die islamischen Religionslehrer pauschal unter Verdacht geraten waren, den Rechtsstaat abzulehnen. Hier seien die Muslime insgesamt völlig unberechtigt und unnötig an den Pranger gestellt worden, hielt Khol fest. Er plädierte zugleich dafür, die muslimische Minderheit noch viel stärker in die demokratischen Gremien zu integrieren. 

Eine Schlüsselrolle im Bereich der Integration sahen sowohl Khol als auch Baghajati in der Schule. Khol ortete hier allerdings gravierende Mängel: Die Chance der Religionsgemeinschaften, einander auf dieser "kulturellen und sozialen Lern-Plattform" gegenseitig kennen zu lernen und somit eine "Partizipation zu ermöglichen", werde nicht wahrgenommen. Baghajati trat für ein drei Säulen-System ein: "Kompetenz" in der Pädagogik, der Theologie und der Sprachkenntnisse.

Khol erinnerte daran, dass die vom Konkordat festgelegten grundsätzlichen Rechte in der Zusammenarbeit zwischen katholischer Kirche und Staat gemäß dem Gleichheitsgrundsatz für alle Religionsgemeinschaften gelten. Sie hätten demnach einen eigenen autonomen Wirkungsbereich und das Recht auf freie Gestaltung ihrer inneren Verhältnisse und auf das Glaubenszeugnis in der Öffentlichkeit. Gerade was den Islam betrifft, werde dem in Österreich nicht ausreichend Rechnung getragen. Die Muslime würden oftmals nicht als gleichwertige Partner angesehen. Der frühere Nationalratspräsident mahnte in diesem Zusammenhag ganz generell mehr Respekt gegenüber Religionen ein: "Wenn die Halbmonde fallen, dann fallen irgendwann auch die Kreuze".

Alle müssen Demokratie anerkennen  

Der frühere Nationalratspräsident forderte ausdrücklich einen "Grundwertesockel", der für jede Religion Geltung haben müsse. Dazu zählte er u.a. die Anerkennung der Demokratie, die Gleichberechtigung aller Glaubensgemeinschaften und die Akzeptanz des staatlichen Rechtes im Bildungssystem. Baghajati sprach übereinstimmend von Gleichberechtigung, Chancengleichheit, Meinungsfreiheit sowie Religionsfreiheit. Die Muslime würden nicht alle westlichen Lebensformen akzeptieren wollen, positiv zu bewerten sei aber auf jeden Fall, dass in westlichen Demokratien die Korruption bekämpft und Chancengleichheit geboten werde. Es sei jedenfalls "keine Schande für die islamische Gesellschaft, diesen Mechanismus zu übernehmen".

In Bezug auf islamisch dominierte Länder vermeinte Baghajati, Fortschritte bei der staatlichen Gewaltenteilung und freien demokratischen Wahlen feststellen zu können. Das betreffe auch die Akzeptanz des politisch-gesellschaftlichen Pluralismus. Zugleich kritisierte er ausdrücklich die "religiöse" Rechtfertigung und Begründung von Politik.

Nachlese: "Jour fixe" der Plattform "Christen und Muslime" im Wiener Otto-Mauer-Zentrum

  

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"Moscheen und Gebetsräume in Österreich" - am Beispiel Bad Vöslau

(12. Juni 2008) - Bürgermeister DI Christoph Prinz (Bad Vöslau) berichtet aus erster Hand, wie die Diskussion und der Vertrauensbildungsprozess über ein konkretes Bauvorhaben in seiner Gemeinde verlief.

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Zuvor geht DI Mouddar Khouja (Initiative muslimischer ÖstereicherInnen) auf die Moschee im muslimischen Gemeinwesen ein und beleuchtet nicht nur den religiösen Hintergrund, sondern die spezielle österreichische Situation.

Auch wenn die Debatte um den Moscheebau in Österreich zuletzt abgeflaut ist, bleibt das Thema aktuell. Denn daran geknüpft ist vor allem die Frage der Sichtbarkeit von Musliminnen und Muslimen. „Wer ein Haus baut, der will bleiben." - Dass der Islam kein Gastarbeiterphänomen ist, sondern mit ca. 420.000 Menschen muslimischen Glaubens, davon ein gutes Drittel mit österreichischem Pass, ein Bestandteil Österreichs geworden ist - damit gilt es sich auseinanderzusetzen.

Moscheebau ist also auch ein Integrationsthema. Bürgermeister DI Christoph Prinz kann hier aus erster Hand berichten, wie die Diskussion und der Vertrauensbildungsprozess über ein konkretes Bauvorhaben in seiner Gemeinde verlief. Zuvor geht DI Mouddar Khouja auf die Moschee im muslimischen Gemeinwesen ein und beleuchtet nicht nur den religiösen Hintergrund, sondern die spezielle österreichische Situation.

Vor allem war wie immer bei unseren Treffen Raum für Diskussion.

Besonderen Eindruck machte der Moscheebau in den verschiedenen Kulturen und die Gesprächsbereitschaft aller Seiten in Bad Vöslau. Hier zeigte sich eine Möglichkeit für kommende Vorhaben in Österreich. Und Österreich hat die Möglichkeit anderen Ländern einen guten Weg vorzuzeigen.

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"Islam in Sicht" - Muslimische Bauten in Österreich

(3.-4. März 2008) - Zur Auseinandersetzung um muslimische Bauten in Österreich. Gegenwärtige Situation der Muslime in Österreich; "Kultur" und "Religion" in Österreich; islamische Symbole im öffentlichen Raum (Donau-Universität Krems 3.-4.März 2008)

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THEMEN

  • Die gegenwärtige Situation der Muslime in Österreich zwischen Islamophobie und konstruktivem Ausbau der muslimischen Infrastrukturen

Carla Amina Baghajati, Mediensprecherin der „Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs" Univ.-Prof. Richard Potz, Institut für Rechtsphilosophie, Religions- und Kulturrecht der Universität Wien N.N.

  • „Kultur" und „Religion" Zur politischen Instrumentalisierung des Kulturbegriffs in Konflikten um islamische Symbole im öffentlichen Raum in Österreich
  • Abschlussdiskussion zu Perspektiven des Zusammenlebens zwischen Muslimen und Nichtmuslimen in Österreich

Attila Dincer, Trägerverein Islamischer Friedhof Vorarlberg - Dr. Eva Grabherr, „okay. zusammen leben", Dornbirn - a.o. Univ.-Prof. Dr. Fritz Hausjell, Institut für Publizistik, Universität Wien - Prof. Heinz Nußbaumer, „Plattform Christen und Muslime" - Prof. Anas Schakfeh, Präsident der „Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs"

(Mod.: Dr. Ursula Baatz, ORF, Hauptabtlg. Religion)

Workshops:

  • Workshop 1 Moschee-Architektur im zeitgenössischen Europa (Azra Aksamija, Künstlerin und Architektin, Cambridge/USA) siehe auch
  • Workshop 2 Minarettbau in Telfs (GV Johann Ortner, Integrationsreferent Telfs/ N.N. (Moscheeverein Telfs) Moscheeverein Telfs
  • Workshop 3 Muslimischer Friedhof in Vorarlberg (Dr.in Eva Grabherr, Verein „okay. zusammen leben" (Dornbirn) Verein "okay.zusammen leben"

Attila Dincer, Sprecher des Trägervereins Islamischer Friedhof Vorarlberg Trägerverein Islamischer Friedhof

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Initiatoren der "Plattform Christen und Muslime" in Schura-Moschee eingeladen

(18. Juni 2006) - Nußbaumer: "Christen und Muslime haben als Geschwister eine unzerstörbare Nähe" – Pawlowsky: "Sorge vor kommendem Wahlkampf" – Schulmeister: "Brandstifter dürfen keine Chance erhalten!"

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Mehr als 500 Muslime waren zum traditionellen Freitagsgebet in der Wiener Shura-Moschee (2,. Bezirk an der Lasallestraße) versammelt, als Scheich Adnan Ibrahim die drei christlichen Gäste vorstellte: Prof. Heinz Nußbaumer, Dr. Peter Pawlowsky und Dr. Paul Schulmeister – die Initiatoren der „Plattform Christen und Muslime“. 

Begrüßung durch Scheich Adnan Ibrahim

Er stellte die drei Gäste als „Weise“ in Österreich vor und dankte ihnen für ihr Engagement. Dabei unterstrich er, dass die Initiative zur Gründung der Plattform von christlicher Seite ausgegangen war, ohne dass man dabei auf einen persönlichen Vorteil bedacht gewesen wäre oder dies in irgendeiner Weise „nötig gehabt hätte“. Im Vordergrund ständen das gute Zusammenleben und der gegenseitige Respekt zwischen Menschen unterschiedlicher Religion. Insbesondere nach der von vielen als Rückschlag empfundenen Stimmung nach dem so genannten Karikaturenstreit sei dies zu fördern.
Scheich Adnan betonte auch, dass Christen den Muslimen besonders nahe stünden. Im Koran werde dies in Beziehung zur Bescheidenheit gesetzt, die als charakteristisch für die Christen gelten könne.

Persönliche Vorstellung der Plattform und der drei Gäste von Tarafa Baghajati:
Tarafa Baghajati von der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen rief kurz Eckpunkte aus der Biographie der Gäste ins Gedächtnis, um ihre herausragende Rolle auch für den gesellschaftspolitischen und religiösen Diskurs zu würdigen. Er bemerkte, dass das Zustandekommen der Plattform auch das Ergebnis des langjährigen intensiven interreligiösen Dialogs sei. Sich zu kennen und so ein Verhältnis des Vertrauens aufzubauen, mache ein gemeinsames Eintreten erst möglich.

Zusammenfassende Übersetzung der Rede Scheich Adnans durch Omar Al Rawi

Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft schloss mit der Bemerkung, dass es an sich absolut unüblich sei in einer Moschee oder einem muslimischen Gebetsraum zu klatschen – dies aber heute gebrochen wurde, weil die Anwesenden einfach zeigen wollte, wie sehr sie die Worte der Gäste und das Anliegen der Plattform schätzten.

Hier der veröffentlichte Beitrag in der KAP www.kathpress.at mit einigen weiteren Detailinformationen:

"Christen und Muslime
haben einen gemeinsamen Vater"


Muslime luden Initiatoren der "Plattform Christen und Muslime" zum Freitagsgebet in Leopoldstädter Moschee – Nußbaumer: Ob Religionen trennen oder zusammenführen, obliegt der Verantwortung jedes einzelnen - Pawlowsky äußert Sorge vor kommendem Wahlkampf - Schulmeister: Brandstiftern keine Chance geben

http://www.kathpress.at/content/site/home/database/6017.html?SWS=3e63fdf5d58

Wien, 18.6.06 (KAP) "Christen und Muslime haben einen gemeinsamen Vater": Das betonte
der katholische Publizist Prof. Heinz Nußbaumer vor rund 500 Muslimen in der Shura-Moschee in Wien-Leopoldstadt, wo er und zwei weitere Initiatoren der "Plattform Christen und Muslime" -
Peter Pawlowsky und Paul Schulmeister – Gäste beim Freitagsgebet waren. Wer Gott in die Mitte seines Lebens stelle, könne seinen Glauben gar nicht als trennend und spaltend empfinden, betonte Nußbaumer. Unter Christen und Muslime gebe es wie unter Geschwistern zwar Differenzen und auch Streit, "aber immer auch eine unzerstörbare Nähe", so Nußbaumer.

Leider wüssten Christen und Muslime zu wenig vom Glauben des jeweils anderen. Eine Mehrheit habe die Pflicht, sich um die Gedankenwelt der Minderheiten zu kümmern. Aber auch der Rückzug einer Minderheit in die Isolation wäre kein Beitrag zum Miteinander. Kardinal Franz König habe immer gesagt, dass man nur von festen Fundamenten aus Brücken zueinander bauen kann, betonte der Publizist: "Wir würden also nichts dadurch gewinnen, sollten wir in der Treue zu unserer eigenen Religion schwankend werden".

Immer wieder würden gläubige Menschen gefragt, "ob die Religion die tiefere Ursache für so viel Argwohn und Gegnerschaft in der Welt ist oder ob sie die Rettung aus all dem sein könnte, was uns trennt". Nußbaumer wörtlich: "Ich meine, es gibt darauf nur eine ehrliche Antwort: Beides ist möglich. Wir selbst sind es, die darüber entscheiden. Gott hat uns Menschen in die Freiheit entlassen. Aber auch in die Verantwortung. Wir gestalten heute, was morgen Geschichte sein wird".

Er selbst habe von Muslimen viel gelernt, so Nußbaumer weiter. Auf seinen vielen Reisen durch die islamische Welt habe er eine "ganz andere islamische Wirklichkeit" erlebt als jene, die ihm in den westlichen Medien gegenüber trete. Nußbaumer schloss seine Ausführungen mit einem
Gebet aus dem ersten gemeinsamen Gebetbuch von Juden, Christen und Muslime in Deutschland.

"Gastgeber" Scheich Adnan Ibrahim stellte die drei christlichen Gäste in der Shura-Moschee als "Weise" in Österreich vor und dankte ihnen für ihr Engagement. Dabei würdigte er, dass die Initiative zur Gründung der "Plattform" von christlicher Seite ausgegangen war. Im Vordergrund
stünden das gute Zusammenleben und der gegenseitige Respekt zwischen Menschen unterschiedlicher Religion.

Der frühere Leiter der ORF-TV-Abteilung Religion, Peter Pawlowsky, erinnerte daran, dass mit dem Engagement für ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen auch "eine österreichische Tradition verteidigt" werde: "Muslime haben bei uns seit einem Jahrhundert Heimatrecht". Um die politische Anerkennung der Religionsgemeinschaften beneide das Ausland Österreich. Gerade in den letzten Monaten hätten sich jedoch "gegenseitige Vorwürfe, Unterstellungen und Verunglimpfungen" gehäuft. "Und es ist zu befürchten, dass sich das im Wahlkampf noch steigert und zuspitzt", sagte der Publizist. Wählerstimmen durch das Schüren von Angst und Vorurteilen zu fangen, sei "zwar leider eine verbreitete Strategie, hat aber mit einer seriösen Vorstellung von Demokratie nichts zu tun".
In seinem Schlusswort erinnerte Paul Schulmeister von Präsidium der Katholischen Aktion an den Anlass zur Gründung der "Plattform Christen und Muslime", den in Dänemark entstandenen "Karikaturenstreit". In Österreich sollten "Brandstifter" keine Chance erhalten. Christen und Muslime in Österreich müssten sich als Bürger einer gemeinsamen Heimat verstehen. Als Demokraten müssten sie auf der Basis gemeinsamer Grundwerte der Verfassung solidarisch handeln, um Ausländerfeindlichkeit gerade in Wahlkampfzeiten abzuwehren, betonte Schulmeister.

(Den Bericht fanden wir auf der Webseite: www.islaminitiative.at)

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